WELTANSCHAUEN - einfach reisen zu Land und Leuten

Kulturhauptstadt Temeswar - Teil 4

Am Vormittag besuchen wir das Landlerdorf Neppendorf, das heute am Stadtrand von Sibiu liegt und eingemeindet ist. Wir nehmen um 10 Uhr am deutschsprachigen evangelischen Gottesdienst teil und nachher kommen wir mit einigen Gemeindemitgliedern und Pfarrer Dietrich Galter ins Gespräch. Dort besuchen wir auch das kleine Landlermuseum. Die Landler wurden im 18. Jh. wegen ihres evangelischen Glaubens aus Österreich vertrieben und fanden hier in den siebenbürgisch-sächsischen Dörfern rund um Hermannstadt ihre neue Heimat. Die meisten kamen aus dem Salzkammergut und auch fast 300 Jahre später sprechen die heutigen Nachfahren noch den landlerischen Dialekt des inneren Salzkammerguts. Die Siebenbürger Sachsen kamen schon viel früher im 11. und 12. Jahrhundert freiwillig hierher. Sie wurden vom ungarischen König mit Privilegien angeworben. Die meisten kamen aus dem Raum des heutigen Luxemburg und Rheinland-Pfalz. 1930 lebten etwa 300.000 Angehörige der deutschen Minderheit in Siebenbürgen, im Jahr 2007 waren es nur noch knapp 15.000. In den 1970er Jahren und vor allem ab 1990 wanderten viele aus, die meisten nach Deutschland.


Nach der Mittagspause im Zentrum von Hermannstadt treffen wir am Nachmittag im Vorort Hammersdorf den orthodoxem Pfarrer Alexandru Ioniță. Er lehrt auch an der theologischen Universität in Sibiu und wir kommen mit ihm ins Gespräch über die orthodoxe Kirche und das Verhältnis der Kirchen hier im Land. Auf Grund der vielen verschiedenen miteinander hier lebenden Ethnien gibt es auch fast in jedem Ort drei oder vier verschiedene christliche Kirchengemeinden – meist evangelisch, katholisch, orthodox und griechisch-katholisch. Besonders am Herzen liegt Pfarrer Ionitsa das Projekt „Kulturscheune“. Es ist ein Begegnungsraum für die Gemeinde (man könnte auch sagen Pfarrzentrum), in dem verschiedenen Veranstaltungen stattfinden. Das ist etwas, das es in orthodoxen Pfarren meist nicht gibt. Und vor allem ist es auch ein Sozialprojekt. Jeden Tag am Nachmittag gibt es hier Betreuung für Kinder aus besonders armen Familien. Sie bekommen eine warme Mahlzeit, man macht die Hausaufgaben und spielt miteinander.

Zurück im Zentrum zeigt uns Stefan bei einem geführten Spaziergang noch die Schönheiten dieser interessanten Stadt, die wirklich einen Besuch lohnt.

Bei einem gemeinsamen Abendessen in einem Restaurant im Zentrum treffen wir Diana und Catalin Muresan. Die beiden jungen Unternehmer sind die Eigentümer von Siebenbürgen-Reisen und Partner von Weltanschauen. Diana ist im Stadtrat von Sibiu und erzählt auch über die aktuellen lokalen Themen.

          


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