WELTANSCHAUEN - einfach reisen zu Land und Leuten
Heute fahren wir von der griechischen Provinz Makedonien in das jüngste Land Europas, die Republik Nordmazedonien. Der Staat wurde 1944 im Widerstand als Sozialistische Republik Mazedonien gegründet, war ab 1946 offiziell südlichste Teilrepublik des sozialistischen Jugoslawiens und erklärte 1991 als Republik Mazedonien seine Unabhängigkeit.
Im Dreiländereck zwischen Albanien, Griechenland und Mazedonien liegt die beeindruckend schöne Seen- und Gebirgslandschaft der Prespa-Ohrid-Region. Eingebettet zwischen sanften Hügeln, pittoresken höhlenreichen Kalkfelsen und über 2.000 Meter aufragenden Bergmassiven strahlen der Ohridsee und der Prespasee in fast unwirklicher Bläue.
Ein Höhepunkt ist am Vormittag ein Ausflug mit dem Schiff ans südlichen Ende des Sees. Dort liegt der sehr besondere Ort Sveti Naum mit einem Kloster aus dem 9. Jahrhundert und einem großen Quelltopf, aus dem der See gespeist wird und den wir mit kleinen Ruderbooten befahren können, begleitet vom Biologen Zoran, der uns viel über die Gegend erzählt.
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Thessaloniki, eine junge und doch historische Stadt, wurde 315 v. Chr. vom makedonischen König Kassandros gegründet und nach seiner Frau Thessalonike benannt. Im Byzantinischen Reich war die Stadt nach Konstantinopel die wichtigste. 1931 kam es zu einem Pogrom. Während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg wurden fast alle Juden der Stadt deportiert und ermordet.
Bei einer Stadtführung bekommen wir Einblicke in die Geschichte und die aktuelle Situation. Die heutige Stadt ist eine sehr junge pulsierende Stadt. Die tausenden Studierenden prägen das heutige Stadtbild. Und wieder stehen wir bei einem Stück Via Egnatia - sogar auf einer Kreuzung.
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Wir freuen uns sehr, dass wir die Muttergotteskirche der lebensspendenden Quelle in Istanbul mit der namensgebenden Quelle besuchen konnten. Die Ikonen werden wir in Thessaloniki und Berat wieder sehen.
Gleich hinter der Grenze kommen wir durch den Evros Delta Nationalpark, einem bedeutenden Feuchtgebiet und Naturschutzgebiet, das als wichtiger Lebensraum für zahlreiche Vogelarten dient.
Istanbul, die unter dem Namen Byzantion (deutsch: Byzanz) von den Griechen gegründete Stadt, die später unter den Römern Konstantinopel hieß und schließlich Stambul unter den Osmanen, ist mit ca. 20 Millionen Einwohnern nicht nur eine der größten Städte der Welt, sondern mit ihrer rund 2700 Jahre zurückreichenden Geschichte und ihren zahlreichen Kulturdenkmälern auch eine der ältesten und bedeutendsten.
Wir erkunden in diesen beiden Tagen diese Stadt zu Fuß, mit den gut ausgebauten Öffis und auch bei einer Schiffsfahrt am Bosporus vom Wasser aus.
Bei dieser Reise werden wir ca. 4.500 km zurücklegen und insgesamt 9 Länder bereisen:
Österreich, Ungarn, Serbien, Bulgarien, Türkei, Griechenland, Nordmazedonien, Albanien, Italien
Momentan sind gerade mehrere WELTANSCHAUEN Reisegruppen unterwegs:
Die Anreise ist diesmal noch nachhaltiger, da sich die beiden Gruppen Bulgarien und Via Egnatia bis Sofia den Reisebus teilen.
(Was auch für das Reiseleiterteam Christoph Mülleder und Gabi Eder-Cakl sehr angenehm war, da sie nur bis 3 zählen mussten - es gab nur 3 freie Plätze im Bus ;)