WELTANSCHAUEN - einfach reisen zu Land und Leuten
Am Montag ging es für uns weiter durch die hügelige Donauebene Richtung Osten bis ans Meer. Unterwegs besichtigten wir noch interessante Orte. Zuerst in Arbanasi wieder eine wunderschöne Kirche (man kommt hier aus dem Staunen nicht mehr heraus), dann eine beeindruckende Felsformation mit Funden aus praktisch allen Epochen und mit dem in den Fels geritzten Reiter von Madara. Dieser beeindruckende Platz ist seit Jahrtausenden ein Kraftort und UNESCO-Welterbe.
Am späten Nachmittag kommen wir in Warna am Schwarzen Meer an und promenieren noch durch die großzügige Fußgängerzone und die Strandpromenade. Eine Stadt mit Flair und gleichzeitig der größte Hafen des Landes.
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Hier das Begleiter:innenteam der Bulgarienreise (v.l.n.r.): Christian Pichler vom kath. Bildungswerk, Wladi unser Top Busfahrer, Georgi Palahutev der beste Reiseleiter, Christoph Mülleder von Weltanschauen.
Im lieblichen Rosental zwischen den Gebirgsketten Balkan und Sredna-Gora liegen etwa 80 % der Rosenfelder des Landes, die uns zu dieser Jahreszeit in voller Blüte erfreuen. Das bulgarische Rosenöl ist Exportschlager des Landes. Wir besichtigen eine Bio-Rosenöldestillerie und erfahren, mit wieviel Arbeit die Ernte und Produktion verbunden sind.
Unser Rosenölproduzent https://www.eniobonchev.com ist ein Biobetrieb.
In einem Sack sind 12-15 kg Rosenblätter. 4000 kg davon braucht man für 1 l Rosenöl. Eine gute Pflückerin pflückt 60-70 kg am Tag und verdient bis zu 35€ dafür.
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Vom Rila-Kloster aus fahren wir mit dem Bus in etwa eineinhalb Stunden hinunter nach Bansko. Dieses malerische Städtchen am Fuße des Pirin-Gebirges ist im Winter ein beliebtes Skigebiet. Wir schlendern durch die Altstadt mit ihren charmanten alten Steinhäusern. Von unserem Hotel aus haben wir einen atemberaubenden Blick auf die höchsten Gipfel des Pitin-Gebirges, die bis zu 2.900 Meter in den Himmel ragen. Oben liegt auch jetzt Ende Mai noch viel Schnee.
Am Abend lernen wir Marin Bardarev aus Bansko und sein nachhaltiges Projekt kennen. Er leitet seit einigen Jahren eine eigene Musikakademie, die auf authentische bulgarische Folklore spezialisiert ist. Marin Bardarev unterrichtet Kinder in Musik und Gesang. Wir treffen 3 Schüler:innen dieser Akademie und hören die typischen Lieder der Region. Anschließend gibt es ein gemeinsames Abendessen im Haus von Marin Bardarev.
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Wir sind ab heute mit einem bulgarischen Reisebus unterwegs. Erster Stopp: Alexander Nevski Kathedrale. Danach verlassen wir Sofia und fahren zum Rila-Kloster.
Dieses Kloster ist das wichtigste und berühmteste Kloster Bulgariens und Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Wir besichtigen die Klosterkirche mit prachtvollen Wandmalereien und das Museum. Das Rila-Kloster wurde vor ca. 1100 Jahren vom Heiligen Ivan Rilski gegründet, der als Schutzheiliger des bulgarischen Volkes gilt. Die Lage des Klosters im dichten Buchenwald am Fuß von alpinen Bergen im Rila-Gebirge ist einmalig und wunderschön.
Einige Eindrücke von unserem gestrigen Tag in Sofia, begleitet von unserem lokalen Reiseleiter Georgi. Wir sind heute zu Fuß unterwegs, weil die Öffis schon den 5. Tag streiken. Die Innenstadt ist geprägt von schönen Parks (sogar im Regierungsbezirk gibt es duftende Rosensträucher), Gotteshäusern (hier dürfen Kirchen, Synagoge und Moschee direkt nebeneinander existieren) und Sehenswürdigkeiten von der Römerzeit (antikes Serdika) über die osmanische Zeit bis hin zur kommunistischen Architektur.
Momentan sind gerade mehrere WELTANSCHAUEN Reisegruppen unterwegs:
Die Anreise ist diesmal noch nachhaltiger, da sich die beiden Gruppen Bulgarien und Via Egnatia bis Sofia den Reisebus teilen.
(Was auch für das Reiseleiterteam Christoph Mülleder und Gabi Eder-Cakl sehr angenehm war, da sie nur bis 3 zählen mussten - es gab nur 3 freie Plätze im Bus ;)